Wenn ich grille, dann ist ein gutes Brot als Beilage für mich absolute Pflicht! Jeder liebt Brot zum Grillen und mein selbstgemachtes Knoblauchbrot hat sich zum absoluten Dauerbrenner entwickelt. Außen knusprig, innen herrlich fluffig, und jedes einzelne Stück gefüllt mit einer aromatischen Kräuterbutter. Meine Freunde und Gäste lieben es!

Ja, man kann auch ein fertiges Knoblauchbrot kaufen. Ich sage da gar nichts gegen und ich kaufe auch mal ein Knoblauchbaguette zum Aufbacken, weil es keine Arbeit macht. Aber wann immer ich ein bisschen Zeit und Ruhe habe, backe ich mein eigenes Knoblauchbrot. Einfach, weil es wirklich besser schmeckt.
Das Stichwort „Zeit“ ist schon gefallen und die muss man auf jeden Fall mitbringen, wenn man mein Knoblauchbrot nachbacken möchte. Der Teig ist ein Hefeteig und der braucht bekanntermaßen genug Zeit, um schön aufzugehen und das Brot herrlich fluffig zu machen. Der zeitliche Aufwand lohnt sich aber definitiv, weil diese Kombination aus fluffigem Hefeteig und saftiger Kräuterbutterfüllung wirklich genial ist.

Wichtige Zutaten für das Knoblauchbrot
Das Rezept ist zweigeteilt und besteht aus den Zutaten für den Hefeteig und der selbstgemachten Kräuterbutter für die Füllung. Du brauchst u.a.:
Zutaten Kräuterbutter
- Kräuter (Petersilie, Thymian, Salbei, Rosmarin, Majoran) – ich nehme wirklich viele Kräuter, denn eine Kräuterbutter, bei der man die Kräuter kaum schmeckt, ist für mich einfach nur gesalzene Butter.
- Schmand – er kommt zusammen mit den Kräutern in den Mixer und sorgt dafür, dass alles schön glatt püriert wird. Ohne eine kleine Menge Flüssigkeit lassen sich Kräuter nicht fein mixen.
- Knoblauch – vier Zehen, fein gehackt. Klingt nach viel, aber durch den Teig und das Backen verliert der Knoblauch etwas von seinem Aroma. Ein Knoblauchbrot muss auch nach Knoblauch schmecken!
Zutaten Hefebrot
- Mehl Typ 550 + Trockenhefe – die Basis für den Hefeteig. Ich nehme Trockenhefe, weil ich damit keinen Vorteig ansetzen muss und weil der Teig trotzdem wunderbar fluffig wird.
- Hartweizengrieß – Kommt auf den eingefetteten Boden der Auflaufform und sorgt dafür, dass die Unterseite des Brotes schön knusprig wird. Kleiner Trick, großer Effekt!
- Ei – die Teigkugeln werden mit verquirltem Ei bestrichen und bekommen dadurch eine schönere Backfarbe.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zum Backen des Knoblauchbrotes
Ich würde jetzt nicht behaupten, dass mein Knoblauchbrot mit Kräuterbutter besonders schwierig in der Zubereitung ist. Wenn man ein Brot füllen möchte, dann hat man natürlich den ein oder anderen Handgriff mehr, aber kompliziert ist das nicht. Hier ein paar Tipps:
- Kräuter fein pürieren: Den Schmand zusammen mit den Kräutern in den Mixer geben und mehrmals durchmixen, dabei zwischendurch die Masse vom Rand schieben. Je feiner die Kräuter püriert sind, desto gleichmäßiger und intensiver schmeckt die Butter.
- Thymian unbedingt zupfen: Die kleinen Blättchen solltest du vom Stiel zupfen, bevor sie in den Mixer kommen. Die holzigen Stiele bleiben sonst als unangenehme Stücke in der Butter.
- Das Wasser für den Hefeteig darf nicht heißer als 37-38 Grad sein: Zu heißes Wasser tötet die Hefebakterien ab und der Teig geht nicht auf. Lauwarm ist das Zauberwort.
- Den Teig ausreichend lang gehen lassen: mindestens 1 Stunde, aber wichtiger – bis sich das Volumen deutlich vergrößert (ca. verdreifacht) hat. Das kann mal weniger und mal mehr Zeit benötigen.
- Jede Teigkugel mit Kräuterbutter füllen: Man zupft das Brot beim Essen auseinander und jede Teigkugel sollte auch diese saftige Kräuterbutterfüllung haben.
- Nach dem Backen mit Kräuterbutter bepinseln: Das Brot noch heiß aus dem Ofen nehmen und sofort mit der restlichen Kräuterbutter einpinseln. Die Butter schmilzt und es duftet dabei so herrlich, dass man am liebsten sofort reinbeißen möchte.
- Von der Kräuterbutter wird einiges übrig bleiben. Das ist aber kein Problem, denn sie hält sich eingewickelt im Kühlschrank locker zwei bis drei Wochen.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Schreibe mir doch einen Kommentar!

Dieses Knoblauchbrot ist bei mir die unangefochtene Nummer eins unter den Grillbeilagen. Wenn es auf den Tisch kommt, ist es immer, wirklich immer als Erstes weg. Man muss tatsächlich aufpassen, dass man sich nicht schon am Brot satt ist, bevor das Grillfleisch auf den Tisch kommt.
Es ist außen knusprig, innen flaumig und saftig. Man schmeckt die Kräuterbutter bei jedem Bissen und es sieht auch noch so, so gut aus. Ich liebs. 🙂

Der nächste sonnige Tag kommt ganz bestimmt und überhaupt erwartet uns ein Traumsommer! Das steht zwar nirgendwo, aber ich habe da so ein Gefühl im Grillarm. Also bereite dich mal besser auf lange Grillabende vor und lasse dir mein Knoblauchbrot mit der leckeren Kräuterbutter schmecken.
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Du suchst noch mehr leckere Beilagen zum Grillen? Probiere mal meinen schwäbischen Kartoffelsalat, das schnelle Naan-Brot oder mein geliebtes Focaccia.

Knoblauchbrot – gefüllt mit Kräuterbutter
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
Knoblauch-Kräuterbutter
- 250 g Butter , (zimmerwarm)
- 60 g Schmand
- 2 EL Zitronensaft
- 80 g Petersilie
- 15 g Thymian
- 10 g Salbei
- 10 g Rosmarin
- 10 g Majoran
- 1 Bio-Zitrone, Abrieb 1/2 Zitrone)
- 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Prise Cayennepfeffer
- Salz
- Pfeffer
Hefebrot / Grillbrot
- 800 g Weizenmehl, (Typ 550)
- 7 g Trockenhefe
- 10 g Salz
- 550 ml Wasser, lauwarm
- 1 EL Hartweizengrieß
- 1 Ei, (Größe L), verquirlt
Rezept Zubereitung
Knoblauch-Kräuterbutter
- Die Kräuter abwaschen und grob durchhacken. Den Thymian am besten zupfen, damit keine holzigen Stücke in der Butter landen.
- Die vorgehackten Kräuter zusammen mit dem Schmand in den Mixer geben und mehrmals fein pürieren. Dabei zwischendurch die Masse, bei ausgeschalteter Maschine, mit einem Spatel vom Rand schieben.
- Die weiche Butter in eine Schüssel/Rührschüssel geben und die Schmand-Kräutermasse, den Knoblauch, Zitronenabrieb, Cayenne-Pfeffer und Salz zufügen und durchrühren, bis alle Zutaten sich gut vermischt haben. Final mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Hefebrot / Grillbrot
- Das Mehl, die Trockenhefe, das Salz und Wasser in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und die Zutaten zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Den Teig mit einem nassen Tuch abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
- Nach einer Stunde den Teig auf die Arbeitsfläche legen und in 70 g Teiglinge portionieren. Die Teiglinge zu Kugeln formen, dann mit dem Handballen flachdrücken und jeweils 1 TL Knoblauch-Kräuterbutter in die Mitte legen. Den Teigling verschließen und rund formen.
- Eine passende Auflaufform (oder ein kleines, tiefes Backblech) gleichmäßig mit der Kräuter-Knoblauchbutter einfetten und mit dem Hartweißengrieß bestreuen. Die Kugeln nebeneinander in 3er oder 4er Reihen in die Auflaufform legen, bis die Form gefüllt ist. Den Teig abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Teigkugeln mit dem verquirlten Ei bestreichen und im vorgeheizten Backofen 30 Minuten backen. Herausnehmen und mit der Knoblauch-Kräuterbutter bepinseln. Etwas abkühlen lassen und servieren.
Anmerkungen
- Die Menge an Teig reicht locker für 20 Stücke. Also für deutlich mehr, als auf meinen Fotos abgelichtet.
- Von der Kräuterbutter wird auch einiges übrig bleiben. Diese schmeckt wunderbar auf Baguette oder zu Fleisch und hält sich eingewickelt im Kühlschrank sicher 2-3 Wochen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Knoblauch Kräuter Aufstrich lecker auch mit anderem Brot
Ja, immer lecker! 🙂
Dieses Brot und auch die Butter sind der Oberhammer, vielen Dank für das tolle Rezept!
Freut mich total, dass es dir so gut gefällt, Holly! Vielen Dank für das nette Feedback und die tolle Bewertung. 🙂
Größtes Kompliment in Nordhessen:
„Kammer essen!“
Sehr lecker. Danke fürs Rezept!
Vielen Dank für das tolle Kompliment! 😀 Ich freue mich wirklich, dass die das Knoblauchbrot so gut gefällt, Jule. 🙂
Hallo Malte
Vielen Dank für dieses leckere Rezept! Es wurde beim Grillieren mit meiner Familie sehr gelobt 🙂
Ich habe den Teig von Hand zubereitet und trotzdem ein tolles fluffiges Endergebnis erzielt, womit ich so gar nicht gerechnet habe. Da ich nicht so viele Kräuter hatte, habe ich einfach den Knoblauchanteil erhöht und auch Basilikum verwendet, weil ich Petersilie nicht besonders mag. Leider hat mich das Pürieren der Kräuter fast in den Wahnsinn getrieben… dafür ist mein Mixer einfach nicht gedacht. Glücklicherweise bleibt von der Butter aber noch so viel übrig, dass es für eine zweite Runde reichen sollte. Beim Zubereiten der Brötchen ist mir der Fehler passiert, dass die Butter nach dem „Kugeln“ teilweise zu nah unter der Teigoberfläche war und beim Backen so manche Brötchen aufgerissen sind und die Butter ausgelaufen ist. Dem Geschmack hat es aber keinen Abbruch getan.
Und trotz der vielen kleinen Änderungen war das Endergebnis wirklich prima – also aus meiner Sicht der beste Beweis für ein gutes Rezept 🙂
Liebe Grüsse
Anja
Hallo Anja
das liest sich doch sehr gut. 🙂 Am Ende kommt es ja immer nur auf das Ergebnis an und wie man dahin kommt, ist gar nicht so wichtig. Und wenn die Familie lobt, hat man immer alles richtig gemacht. 😀
Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass es dir gefallen hat und ich sage ganz lieben Dank für deinen Kommentar. 🙂
Liebe Grüße, Malte