Ich gebe es offen zu: Als ich dieses gigantische Porterhouse-Steak mit fast einem Kilo Fleisch am Knochen vor mir hatte, war ich ein kleines bisschen aufgeregt. So ein Prachtexemplar landet nicht jeden Tag auf meinem Grill, und man möchte es natürlich auch nicht verhauen. Aber zum Glück ist es richtig toll gelungen und das Ergebnis war wirklich sehr, sehr lecker!

Ein Porterhouse-Steak ist im Grunde der große Bruder des T-Bone-Steaks. Beide haben diesen markanten T-förmigen Knochen in der Mitte, der auf einer Seite das Roastbeef und auf der anderen Seite das zarte Filet trennt. Der Unterschied liegt nur in der Größe des Filetanteils: Ab mindestens 3,2 cm Filetbreite spricht man offiziell von einem Porterhouse. Es kommt also doch auf die Größe an!
Als Beilage zum gegrillten Porterhouse gab es eine wunderbare Spitzpaprika-Salsa, die ich schon seit Jahren zu gegrilltem Rindfleisch serviere und die wirklich fantastisch dazu passt. Die habe ich mir von Johann Lafer abgeguckt. Der leicht rauchige und süßliche Geschmack der Paprika harmoniert wunderbar mit dem Fleisch.

Wichtige Zutaten für das Porterhouse-Steak
Die Mengenangaben und Zutatenliste für die Spitzpaprika-Salsa findest du wieder in der Rezeptkarte am Ende des Beitrags. Ich konzentriere mich hier auf die Zubereitung des Steaks, sonst wird der Beitrag zu lang. Für das Steak brauchst du:
- Porterhouse-Steak – der Star der Show. Die Fleischqualität ist wichtig. Meines war von Château Boeuf®, das gibt es bei REWE an der Fleischtheke.
- Meersalz und Steakpfeffer – wenn du das Porterhouse mit der Paprika-Salsa servierst, dann brauchst du nicht unbedingt den Steakpfeffer. Aber das ist wirklich Geschmackssache.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.

Tipps zur Zubereitung des Porterhouse-Steaks
Falls du noch nie so einen großen, Brocken Fleisch gegrillt hast, hast du bestimmt auch Respekt davor. Aber mit ein paar Tipps sollte das eigentlich nicht schiefgehen können. Die folgenden Dinge solltest du unbedingt beachten:
- Das Fleisch 4 Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen: Ein Steak mit eiskaltem Kern gart nicht gleichmäßig durch. Zimmertemperatur sorgt dafür, dass die Hitze das Fleisch gleichmäßig durchdringt und das Ergebnis viel besser wird.
- Den Rost richtig heiß werden lassen und gut einölen: Damit das Steak nicht am Rost klebt, braucht es eine heiße, eingeölte Oberfläche. Ein toller Trick: eine halbierte Zwiebel in Öl tauchen und damit über den heißen Rost reiben. Das funktioniert wunderbar!

- Starke Hitze zum Angrillen: Für Grillstreifen und eine vernünftige Kruste braucht man zu Beginn sehr hohe Temperaturen. Danach wird die Hitze deutlich reduziert, damit das Fleisch sanft auf die gewünschte Kerntemperatur garen kann, ohne außen zu verbrennen.
- Den Deckel des Grills und Lüftungen schließen: Wenn das Fett auf die Kohlen / Aromableche tropft, wird es immer zu Flammen kommen. Je weniger Sauerstoff im Grill ist, umso geringer wird die Flammenbildung.
- Das Steak beim Garziehen mit der Knochenseite zur Hitze drehen: Der große Knochen schützt das Fleisch vor der direkten Hitze und sorgt dafür, dass es langsam und gleichmäßig auf Kerntemperatur kommt.
- NOCH HITZEBESTÄNDIGER: Der neue Vollmetall-Temperaturfühler kann bei Umgebungs-Temperaturen bis zu 550°C verwendet werden und eröffnet damit noch…
- NOCH GENAUER: Dank dem patentierten Smart Temp Multisensor misst der neue MEATER Temperaturfühler die Kerntemperatur an 5 verschiedenen Stellen…
- Kerntemperatur: 52 Grad für Medium Rare. Das ist meine persönliche Empfehlung für ein Porterhouse. Das Steak gart nach dem Grillen beim Ruhen noch um ca. 2-3 Grad nach, also ruhig schon bei 52 Grad vom Grill nehmen.
- Du findest bei mir auch Informationen und Tabellen zu den Kerntemperaturen von Fleisch.
- Mindestens 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen: Wer zu früh anschneidet, verliert viel Fleischsaft auf dem Brett. 15 Minuten Ruhephase sind Pflicht, auch wenn das Steak bei geringerer Temperatur gegart wurden.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!


Meine Empfehlung: Porterhouse-Steak von Château Boeuf®
Falls du dich bei REWE mal nach dem Fleisch von Château Boeuf® umschauen möchtest, hier ein paar Fakten:
- Château Boeuf® setzt z.B. bei der Auswahl der Tiere auf Fleischrassen statt Milch- oder Mischrassen (wie in Deutschland üblich).
- Die Tiere werden in traditionellen, bäuerlichen Erzeugerbetrieben gehalten (maximale Herdengröße sind 12 Tiere).
- Es gibt keine präventive Medikation, keine Anbindehaltung und eine überwiegende Weidehaltung in der Vegetationsperiode.

Das Fleisch ist entsprechend mit Haltungsform 3 ausgezeichnet worden. Für Fleisch von der Fleischtheke im Supermarkt ist das doch wirklich beachtlich.
Mehr Informationen zum Fleisch von Château Boeuf® findest du unter: https://www.chateau-boeuf.de/herkunft-haltung/

Der Hochsommer steht in den Startlöchern und jetzt ist die beste Zeit, um den Grill anzufeuern. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Bildern und meinem gegrillten Porterhouse-Steak ein bisschen Lust aufs Grillen machen.
Es würde mich freuen, wenn du dir das Porterhouse-Steak samt Spitzpaprika-Salsa mal schmecken lässt und mir schreibst, wie es dir gefallen hat!

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Schau dir auch gerne mal mein Rumpsteak vom Grill an oder die leckeren Souvlaki-Spieße. Mein Smashed Burger vom Grill ist auch nicht zu verachten.

Porterhouse-Steak vom Grill
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Rezept Zutaten
Spitzpaprika-Salsa
- 4 rote Spitzpaprika
- 1 Knoblauchzehe, fein gewürfel
- 1 grüne Peperoni, fein gewürfelt
- 2 Schalotten, fein gewürfelt
- 4-5 Stiele Petersilie, fein gehackt
- 2-3 Zweige Thymian, abgezupf
- 1 TL Tomatenmark
- 1 EL weißer Balsamico
- Olivenöl
- Salz
- Schwarzer Pfeffer
Steak
- 1200 g Porterhouse-Steak
- Meersalz
- Steakpfeffer
Rezept Zubereitung
Spitzpaprika-Salsa
- Die Paprika waschen, halbieren und entkernen. Mit der aufgeschnittenen Seite nach unten in eine große Auflaufform legen. Die Oberseite mit Olivenöl bepinseln.
- Die Auflaufform in den heißen Grill geben und bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten grillen, bis die Haut schön schwarz geworden ist. Die Paprika anschließend in eine Schüssel geben und mit einem Deckel oder Folie abdecken und so 10 Minuten schwitzen lassen. Danach kann man die Haut gut abziehen.
- Die hautlosen Paprikafilets in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Steak
- Den Kohlegrill auf starke Hitze vorheizen (mindestens 270 Grad) und den Rost richtig schön heiß werden lassen.
- Das Porterhouse auf den heißen Rost legen und den Deckel des Grills schließen. Bei einem Kugelgrill die obere Lüftung schließen. Das Steak 1:45 Minuten grillen, dann wenden und bei geschlossenem Deckel weitere 1:45 Minuten grillen.
- Wenn möglich, die Hitze im Grill stark reduzieren. Ich nehme dazu einen Grillkorb aus dem Grill.Das Steak mit der Knochenseite in Richtung der Briketts / Kohlen legen und das Fleisch bei geschlossenem Deckel auf einen Kerntemperatur von 52 Grad grillen. Bei einem Kugelgrill die oberen Lüftungsschlitze zu einen Drittel geöffnet lassen.Das Steak vor dem Anschneiden mindestens 15 Minuten (abgedeckt) ruhen lassen. In dieser Zeit gart es noch um 2-3 Grad nach. Dann mit Salz und Steakpfeffer würzen und mit der Spitzpaprika-Salsa servieren.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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