Heute wird es mal exotisch auf meinem Blog und es gibt ein Gericht, das sich in der orientalischen Küche großer Beliebtheit erfreut und das seinen Siegeszug mittlerweile auch nach Europa angetreten hat. Ein Hummus mit Knoblauch, Chili, Ingwer und Zimt nach Yotam Ottolenghi. Cremig, würzig und mit einem geradezu süchtig machenden, knusprigen Topping!

Meine Erfahrungen mit Hummus haben sich bisher in Grenzen gehalten, was sicherlich auch daran liegt, dass mir die typischen „deutschen“ Beilagen wie Kartoffelbrei, Salzkartoffeln, Nudeln und Reis etc. einfach sehr ins Blut übergegangen sind. Wenn ich etwas koche, das eine Beilage erfordert, dann fällt mir Hummus spontan halt eher weniger ein. Ottoloneghi hat mich mit deinem Hummus jetzt aber zu einem Fan gemacht.
Das Herzstück dieses Rezepts (aus dem Kochbuch „Flavor“) ist das geniale Topping aus Chili, Ingwer, Knoblauch und Zimt. Es wird in reichlich Olivenöl fast frittiert und dadurch herrlich knusprig. Diese Kombination aus der Cremigkeit des Hummus und dem knusprigen, sehr pikanten Topping schmeckt wirklich genial. Dieser Kontrast sorgt auch für ein spannendes Essgefühl und macht das Gericht raffiniert.

Wichtige Zutaten für das Hummus
Du brauchst die Zutaten fürs Hummus selbst und für das Topping. In diesem Fall bekommst du alles im Supermarkt, was bei Ottolenghi-Gerichten ja nicht immer selbstverständlich ist. Für das Rezept brauchst du u.a.:
Für das Hummus:
- Kichererbsen – ich verwende welche aus der Dose, das spart Zeit gegenüber getrockneten Kichererbsen, die erst eingeweicht und gekocht werden müssten.
- Tahin – ein Sesammus, das dem Hummus eine tolle, nussige Sesamnote gibt.
- Ingwer und Knoblauch – sorgen für Würze und eine angenehme Schärfe im Hummus.
- Zitrone – Abrieb und Saft geben dem Hummus die nötige Frische und Säure.
- Olivenöl – macht das Hummus beim Pürieren schön cremig.
Für das Topping:
- Chilischoten – geben dem Topping ordentlich Schärfe.
- Knoblauch und Ingwer – werden in Scheiben beziehungsweise Streifen geschnitten und im Öl knusprig frittiert.
- Zimtstangen – sorgen für die warme, leicht süßliche Würznote, die dieses Topping so besonders macht.
- Petersilie oder Koriander – für frisches Grün und Kräuteraroma.
- Olivenöl – reichlich davon, damit die Zutaten darin richtig knusprig werden.
- Fladenbrot – als klassische Beilage zum Dippen.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zur Zubereitung des Hummus
Die Zubereitung ist eigentlich unkompliziert, wenn man ein paar Dinge beachtet. Deswegen hier ein paar Tipps von mir.
- Verwende für das Hummus am besten einen leistungsstarken Standmixer statt eines Pürierstabs. Die Konsistenz wird dadurch deutlich feiner und cremiger.
- Schmecke das Hummus ruhig mutig mit Salz ab. Kichererbsen vertragen einiges an Würze, ohne dass es am Ende zu salzig schmeckt.
- Gib das eiskalte Wasser erst nach und nach beim Mixen dazu. So kannst du die Konsistenz des Hummus genauer steuern.
- Erhitze das Öl für das Topping bei mittlerer statt hoher Temperatur. Chili, Knoblauch und Ingwer sollen langsam knusprig werden, ohne dabei zu verbrennen.
- Dorling Kindersley Verlag
- Flavour: Mehr Gemüse, mehr Geschmack
- Behalte den Knoblauch beim Frittieren gut im Auge. Sobald er eine schöne goldbraune Farbe annimmt, ist der richtige Moment, alles vom Herd zu nehmen, denn er wird danach schnell bitter.
- Hebe die frittierten Zutaten mit einem Schaumlöffel aus dem Öl und lasse sie kurz auf Küchenpapier abtropfen. So bleiben sie schön knusprig, statt im Öl weich zu werden.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

Also, wenn das nicht absolut fantastisch aussieht, dann weiß ich es auch nicht. Man sagt ja immer, das Auge isst mit und in diesem Fall bekommt das Auge richtig Hunger. Und wie das in der Küche duftet, wenn man das Topping zubereitet. Der Hammer!

Mehr gibt es heute nicht zu erzählen. Das ist ein schlichtes Essen, das trotz seiner Einfachheit fantastisch schmeckt. Ein echter Ottolenghi, der damit wieder zeigt, wie genial er darin ist, Geschmäcker zu kombinieren und das Beste aus den Aromen herauszuholen. Ich liebe es und lege dir das Nachkochen heute mal besonders stark ans Herz. 🙂
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Probier auch gerne mal die Zucchini-Erbsen-Suppe von Ottolenghi oder seinen frischen Wassermelonen-Feta-Salat. Sein Burrata mit Weintrauben ist auch köstlich.

Hummus mit Knoblauch, Chili, Ingwer und Zimt
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Rezept Zutaten
Hummus
- 1 Dose Kichererbsen (400 g Abtropfgewicht)
- 10 g Ingwer (geschält), gerieben
- 1 kleine Knoblauchzehe, zerstoßen
- 1 Bio-Zitrone, Abrieb und Saft
- 1 EL Tahin
- 1 EL Olivenöl
- 3 EL eiskaltes Wasser
- Salz
Topping
- 90 ml Olivenöl
- 3 Chilischoten, entkernt und fein geschnitten
- 3 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
- 15 g Ingwer (geschält), in feine Streifen geschnitten
- 2 Zimtstangen
- 15 g Petersilie oder Koriander, fein gehackt
- Meersalzflocken
weitere Zutaten
- 1 Fladenbrot
Rezept Zubereitung
Hummus
- Alle Zutaten für das Hummus im Mixer glatt pürieren und mutig mit Salz abschmecken.
Topping
- Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und sobald sie heiß geworden ist, das Olivenöl angießen. Chili, Knoblauch, Ingwer und die Zimtstangen hineingeben und 4-5 Minuten unter gelegentlichem Rühren frittieren, bis der Knobluch Farbe annimmt.
- Die Petersilie oder den Koriander in die Pfanne geben udn eine weitere Minuten mitgaren, bis der Knoblauch eine schöne goldbraune Farbe bekommen hat. Die Aromaten mit einem Schaumlöffel aus dem Öl heben und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Mit Meersalzflocken würzen.
- Das Hummus auf einer großen Schale oder einzelnen Tellern anrichten und die frittierten Aromaten auf dem Hummus verteilen. Mit dem Öl beträufeln udn genießen.
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das Gericht sieht wirklich super aus, du hast wahrlich immer so tolle Fotos zu den Speisen. Da isst ja das Auge auch mit, hoffentlich wird es nicht übergewichtig 😉
Ganz lieben Dank, Anne. Wir geben uns bei den Fotos auch immer mühe, damit es auf den ersten Blick so lecker aussieht, dass man sofort Lust darauf bekommt. 🙂
Ich hab jetzt mal eine ganz dumme frage. Die Zitrone. Werf ich die als ganzes mit in den Mixer?
Nur den Saft, den Schalenabrieb? Sorry 😀
Hallo Julia, nur den Abrieb und den Saft benutzen. 🙂
Du gibst nur den Zitronenabrieb und den Saft in den Mixer. Ich hoffe, es wird dir schmecken. 🙂
Eigentlich schmeckt Hummus auch pur sehr gut, dazu warmes Pitabrot. Das reicht eigentlich.
Ich denke, selbst gekochte Kichererbsen und ein 1a Tahin sind irgendwie Grundvoraussetzung, dass es schmeckt.
Kann Yuval’s Tahin empfehlen. Seeehr lecker, überhaupt nicht mit den üblichen Tahinis zu vergleichen.
Diesen Ottolenghi Gewürzexzessen stehen ich etwas kritisch gegenüber. Werde es aber mal probieren.
Hallo Sabine, warum nur drei Sterne, wenn du das Rezept noch gar nicht probiert hast?
Absolut mega. Eine ganz besondere Hummus-Variante und mit den toppings next level. Wir waren echt begeistert. Danke für das Rezept!
Ich habe Kichererbsen aus dem Glas verwendet und statt Eiswasser etwas von dem Einweichwasser/Aquafaba. Damit hat es auch sehr gut funktioniert.
Freut mich sehr, Kathrin, dass es dir so gut geschmeckt hat. Und vielen Dank für deine Tipps bezüglich des Aquafabas! Das ist gut zu wissen. 🙂
Hallo Malte!
Hast du auch das Dosenwasser der Kichererbsen dazugegeben oder die Kichererbsen vorab abgegossen?
Danke & VG
Valérie
Ich hab die Kichererbsen vorher abgegossen und das Wasser nicht verwendet. 🙂
Über die Jahre habe ich viele Hummus-Rezepte kennengelernt. Alle gut, aber bei keinem Rezept hat man gedacht, „das könnte ich endlos weiter essen“. Das hier vorgestellte Rezept ist schlicht und einfach … DER HAMMER. Tahin hatte ich vergessen, auf die Einkaufsliste zu setzen, habe als Ersatz Kokos-Dattel-Mandelmus vom Alnatura genommen. Das Topping ist die Krone 😉 Und die zwei Zimtstangen, mega. Das ist jetzt mein Lieblings-Hummus 🤩
Hallo Elena, es freut uns wirklich sehr, dass du durch dieses Rezept dein Lieblings-Hummus gefunden hast. 🙂 Liebe Grüße!
In den letzten Tagen habe ich erstmals angefangen, youtube-Kochvideos zu durchstöbern. Schnell bin ich hierbei hängengeblieben:
https://www.youtube.com/watch?v=Jjge2pYKuUM&list=PLSFT_oj8s9wJfQAj0TA21f8w9305Isq9t&index=8
Sehr lecker, sehr figurfreundlich und eine perfekte Beilage für den Humus.
Humus habe ich gerade gemacht…Uff, dieser Haferflockenpancake ist mir nicht angebrannt! 🙂 Also der Humus ist super lecker!
Der wird gleich mit dem Cake schnabbuliert. 🙂
Gerade angeschaut. Ist vielleicht mal einen Versuch wert und vielleicht vertieft das meine Liebe zu Haferflocken. Die ist noch nicht so innig. 😀
Etwas schade…
Vorletztes WE waren wir mal wieder bei meinem Kumpel und seiner Frau in Wuppertal und mit ihr kochen wir immer, bis der Herd kaputtgeht! 🙂
Diesmal erwartete sie uns mit Linsen-Köfte. Mega miam! Die habe ich denn auch gleich vor ein paar Tagen nachgekocht. Der Humus wäre die ideale Beilage gewesen!
Dann halt demnächst mal.
Hier das Rezept für die Linsen-Köfte: https://www.kitchenstories.com/de/rezepte/mercimekli-kofte-linsenkofte-9bb6
Sieht auf jeden Fall so aus, als müsste ich das auch mal probieren. Wie immer vielen Dank für deine Anregungen! Die sind sehr gerne gesehen! 🙂
Oh das klingt wirklich unfassbar lecker – Hummus mit Topping, das kann ja nur gut schmecken:)) Ich verfolge deinen Blog nun schon seit Jahren und für Rezepte wie diese liebe ich ihn!!
Hallo Malte,
das Topping klingt spannend, die Zimtstange als Geschmacksträger macht Sinn….ist sie in frittiertem Zustand eher Deko oder wird sie tatsächlich mitgegessen? Das kann ich mir nämlich im Moment nicht so vorstellen und ich will nicht aus Unwissenheit die Deko wegknuspern 😀
LG Petra
Lieber Malte,
dieses Rezept hat mit Humus aber so gar nichts zu tun – auch wenn es von Herrn Otolenghi kommt! Vielleicht sollte man sich doch lieber an Sachen halten die man kennt und kann. Außerdem gibt es auf den Seiten von Köstlich … zig-Rezepte über Humus.
Also wozu der Aufstand???
Sorry Herta, aber deinen Kommentar verstehe ich nun wirklich gar nicht. Es gibt überall schon alle Rezepte, dann kann man ja auch gleich aufhören, sich selbst an diesem wundervollen Hobby Kochen auszuprobieren. Und wenn man sich immer nur an die Dinge hält, die man kennt, dann entwickelt man sich garantiert nicht weiter und erfährt, erlebt und genießt nie Neues. Ich probiere weiter aus, was mir gefällt und was ich spannend finde. Du musst es ja nicht nachkochen, wenn es dir nicht zusagt. Das bleibt ja letztlich auch immer den persönlichen Vorlieben überlassen. Nur zu ernst nehmen sollte man das alles nicht. Dann geht die Freude verloren und das wäre doch schade.
Ich finde es immer merkwürdig, wenn Behauptungen aufgestellt werden, aber die Argumentation (oder gar Gegenbeweise) ausbleibt. Warum hat das hier vorgestellte Rezept „so gar nichts“ mit Hummus zu tun? Ich selbst habe die Zubereitug von Hummus in Israel gelernt und dort war es von den Zutaten her fast identisch. Ob man zum Schluß nur Olivenöl drüber gibt oder noch andere/weitere Zutaten, hat mit dem eigentlich Hummus wenig zu tun und ist individuelle Geschmackssache.