Was gibt es Schöneres als Sommer, Sonne und den Duft vom Grillen in der Luft! Heute geht’s um Steaks! In diesem Beitrag stelle ich dir acht Cuts vor, die bei mir regelmäßig auf dem Grill landen. Manche davon sind alte Bekannte, andere echte Geheimtipps. Für jeden gibt es eine kurze Einschätzung: woher er kommt, was ihn besonders macht und wie man ihn am besten grillt.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Château Boeuf® entstanden, dem französischen Fleischproduzenten, der mir alle der hier vorgestellten Cuts schmackhaft gemacht hat!
8 Cuts, die du unbedingt mal grillen solltest
1. Rumpsteak – der Klassiker
Herkunft: Aus dem hinteren Teil des Rückens, genauer aus dem Roastbeef.
Charakter: Kräftiges, intensives Aroma mit einem etwas festeren Biss als ein Filet. Das Rumpsteak war das erste Steak, das ich in meinem Leben gegrillt habe und es gehört bis heute zu meinen liebsten Klassikern. Mindestens 3 cm Dicke und 220 g Gewicht sollten es schon sein, dann gelingt es wunderbar saftig.
Am Grill: Wunderbar über direkter Hitze auf dem Kohlegrill. Bitte keine Steaks unter 2 cm Dicke – bei dünneren Stücken ist das Fleisch bereits durch, bevor du überhaupt schöne Grillstreifen hinbekommst.
Zum Nachgrillen: Rumpsteak mit Kräuterbutter

2. Filetsteak – das edelste Stück
Herkunft: Aus der Lende, die direkt unter dem Roastbeef liegt.
Charakter: Das zarteste Stück vom Rind und das Feinste vom Feinsten. Richtig gegart wird es so butterzart, dass man es beinahe mit dem Löffel schneiden kann. Das Rinderfilet ist der Cut für besondere Festtage und besondere Anlässe.
Am Grill: Kurz und scharf angrillen für die Röstaromen, dann unbedingt in den indirekten Bereich! Das Rinderfilet sollte immer bei indirekter Hitze auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht werden. Meine Empfehlung: 54 °C.
Dazu passt: Kräuterbutter – klassisch, und einfach unschlagbar.

3. Entrecôte – das berühmte Fettauge
Herkunft: Aus dem Zwischenrippenstück, auch bekannt als Rib Eye.
Charakter: Durch das charakteristische Fettauge in der Mitte sofort erkennbar. Und weil Fett der beste Geschmacksträger ist, hat das Entrecôte ein wunderbares Aroma: aromatischer als ein Filet, zarter als ein Rumpsteak. Für mich ist das der Cut, der alles vereint, was ich an einem guten Steak liebe. Mein persönlicher Favorit!
Am Grill: Ca. 350–400 g sind die ideale Größe. Kerntemperatur von 54 °C, dann ist es zart, saftig und einfach perfekt.
Dazu passt: Rotwein-Schalotten-Butter – das hebt das Entrecôte auf ein anderes Level.

4. Tomahawk – das Männersteak
Herkunft: Aus dem hinteren Teil der Hochrippe – mit einem langen, imposanten Knochen, der dem Steak seinen markanten Namen gibt.
Charakter: Das Tomahawk ist der Cut fürs große Grillspektakel. Durch sein Gewicht und den Knochen ist es perfekt für zwei oder mehr Personen. Das Garen am Knochen macht das Fleisch außerdem besonders aromatisch und saftig – ein Effekt, den man wirklich schmeckt!
Am Grill: Aufgrund seiner Dicke erst scharf angrillen, dann im indirekten Bereich auf die gewünschte Kerntemperatur bringen. Geduld zahlt sich hier aus.
Dazu passt: Chimichurri – die frische Kräutersauce ist ein wunderbares Gegenstück zum intensiven Fleischaroma.

5. T-Bone & Porterhouse – Geschmack am Knochen
Herkunft: Aus dem hinteren Rinderrücken. Beide Cuts enthalten Roastbeef und Filet, getrennt durch einen T-förmigen Knochen. Der Unterschied: Beim Porterhouse ist der Filetanteil größer – mindestens 3,2 cm Breite. Es kommt eben doch auf die Größe an!
Charakter: Rustikale Cuts mit schönem Fettrand, die ordentlich Röstaromen vertragen. Optisch gehören sie zu den beeindruckendsten Steaks überhaupt. Wenn so ein T-Bone oder Porterhouse aufgeschnitten vor mir liegt, bekomme ich sofort Bärenhunger.
Am Grill: Starke Hitze zum scharfen Angrillen ist Pflicht. Zum Garziehen die Knochenseite in Richtung der Wärmequelle drehen – der Knochen schützt das Fleisch und sorgt für gleichmäßiges Garen.
Zum Nachgrillen: Porterhouse-Steak vom Grill

6. Bavette – der Aufsteiger
Herkunft: Aus dem flachen Bauchteil des Rindes, in Amerika als Flank Steak bekannt.
Charakter: Ein eher magerer Cut mit langen Muskelfasern, intensivem Fleischgeschmack und viel Charakter. Das Bavette hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Liebling unter Grillern entwickelt – zurecht! Es ist unkompliziert in der Zubereitung und liefert trotzdem ein tolles Ergebnis.
Am Grill: Aufgrund seiner Dicke von 2–3 cm auch direkt über der Hitze grillbar. Das Allerwichtigste: nach dem Grillen immer quer zur Faser aufschneiden! Nur so bleibt es wunderbar zart.
Zum Nachgrillen: Fajitas mit Rindfleisch

7. Onglet – meine persönliche Empfehlung!
Herkunft: Aus dem Zwerchfell, in Amerika als Hanging Tender bekannt. Bei uns wird er manchmal als Nierenzapfen bezeichnet. Mit Innereien hat er aber absolut nichts zu tun!
Charakter: Kurze Fasern, überraschend zartes Fleisch und ein intensives, kräftiges Rindfleischaroma. Das Onglet hat mich beim ersten Mal so sehr überrascht, dass ich es kaum glauben konnte. In Sachen Zartheit macht es dem Rinderfilet echte Konkurrenz – schmeckt dabei aber deutlich kräftiger und charaktervoller. Mein klarer Geheimtipp für alle, die mal etwas Neues ausprobieren wollen!
Am Grill: Scharf angrillen, dann bei indirekter Hitze auf Kerntemperatur bringen. Nicht zu weit durchgaren. Das Onglet entfaltet sein volles Potenzial bei Medium Rare.
Dazu passt: Wenig! Bei diesem Cut reichen gutes Salz, Steakpfeffer und vielleicht ein bisschen Butter. Der Geschmack spricht für sich.

8. Teres Major – der echte Geheimtipp
Herkunft: Aus der Rinderschulter, in Deutschland auch als Metzgerstück bekannt.
Charakter: Dass ein Cut aus der Schulter und das klingt erst mal ungewöhnlich, weil Schulterfleisch klassisches Schmorfleisch ist. Aber das Teres Major macht hier eine Ausnahme. Es ist überraschend zart, saftig und aromatisch. Von der Form erinnert es sogar ein wenig an ein Rinderfilet, weshalb es manchmal auch als „flaches Filet“ bezeichnet wird. Wer seinen Gästen etwas völlig Unbekanntes servieren möchte, ist hier genau richtig.
Am Grill: Erst scharf angrillen für eine schöne Kruste, dann bei indirekter Hitze fertig garen. Die Geduld lohnt sich!
Zum Nachgrillen: Teres Major mit Kaffeekruste

Kerntemperatur: Wie gar soll mein Steak sein?
Meine persönliche Lieblingszone ist Medium Rare bis Medium, also irgendwo zwischen 54 und 57 °C. Wichtig zu wissen: Das Steak gart nach dem Grillen während der Ruhezeit noch um 2–3 Grad nach. Also immer etwas früher vom Grill nehmen als gedacht!
| Rare (Englisch) | 45-52°C |
| Medium (Rare) | 53-56°C |
| Medium (Rosa) | 57-59°C |
| Well Done (Durch) | 60-63°C |
Tipps: Steak richtig grillen auf dem Kohlegrill
Vorweg: Würde man 100 Griller fragen, wie man das perfekte Steak grillt, würde man wahrscheinlich 100 verschiedene Antworten bekommen. Die Tipps, die ich dir jetzt gebe, funktionieren für mich immer sehr gut.
- Briketts im Anzündkamin vorglühen, bis sie komplett weiß sind.
- Zwei Grillkörbe verwenden und die heißen Briketts darin gleichmäßig verteilen. die Grillkörbe in die Mitte des Grills stellen.
- Grillrost einlegen, Deckel schließen, alle Lüftungsöffnungen komplett öffnen.
- Den Rost auf mindestens 320 °C vorheizen. Das dauert ca. 15 Minuten.
- Rost mit einer Grillbürste abbürsten und einölen. Tipp: eine halbierte Zwiebel auf eine Grillgabel stecken, in Rapsöl tauchen und damit über den Rost reiben.
- Steak in die Mitte des Rosts legen, Deckel schließen und die Lüftungsöffnung am Deckel komplett schließen. So vermeidest du zu starke Flammenbildung.
- Steak von jeder Seite 60–90 Sekunden scharf angrillen, bis schöne Grillstreifen entstanden sind.
- Einen Grillkorb herausnehmen und den verbleibenden Korb an den Rand schieben.
- Steak so weit wie möglich vom Grillkorb entfernt auf den Rost legen. Kernthermometer einstecken, Deckel schließen.
- Lüftungsschlitze am Deckel und am Boden auf halbe Öffnung stellen.
- Steak auf die gewünschte Kerntemperatur garen und anschließend mindestens 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

Tipps: Steaks richtig grillen auf dem Gasgrill
Auch hier gilt: Es gibt sehr viele verschiedene Gasgrills und je nach Modell, kann sich die Zubereitung auch unterscheiden. Meine Anleitung ist für einen Gasgrill mit 4 Flammen gedacht, auf dem sich wunderbar eine direkte und eine indirekte Zone einrichten lässt.
- Grill auf mindestens 320 °C vorheizen. Bei einem Grill mit 4 Brennern: zwei Brenner auf einer Seite voll aufdrehen, die anderen beiden ausgeschaltet lassen – so entsteht eine direkte und eine indirekte Zone.
- Grillrost 15 Minuten bei voller Hitze vorheizen.
- Rost abbürsten und einölen (Zwiebel-Trick wie oben).
- Steak auf den heißen Rost legen, Deckel schließen. Von jeder Seite 60–90 Sekunden angrillen.
- Steak in die indirekte Zone legen, Kernthermometer einstecken.
- Hitze auf ca. 120–140 °C reduzieren.
- Deckel schließen und das Steak auf die gewünschte Kerntemperatur garen. Anschließend mindestens 15 Minuten ruhen lassen.

Wie lange muss ich mein Steak grillen, bis es perfekt ist?
Die ehrliche Antwort: so lange, bis es die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat.
Steaks grillt man nicht nach der Uhr oder nach Gefühl, sondern nach der Temperatur im Inneren des Fleisches. Ein Kernthermometer ist die wichtigste Investition für alle, die regelmäßig Steaks grillen. Es kostet weniger als 20 Euro und erspart eine Menge Frust!
- NOCH HITZEBESTÄNDIGER: Der neue Vollmetall-Temperaturfühler kann bei Umgebungs-Temperaturen bis zu 550°C verwendet werden und eröffnet damit noch…
- NOCH GENAUER: Dank dem patentierten Smart Temp Multisensor misst der neue MEATER Temperaturfühler die Kerntemperatur an 5 verschiedenen Stellen…
Das waren sie: Acht Cuts, die das Steak-Grillen in eine ganz neue Dimension heben können. Vom klassischen Rumpsteak bis zum unbekannten Teres Major ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen Lust aufs Grillen machen!
Ein herzliches Dankeschön geht an Château Boeuf®, in deren Zusammenarbeit dieser Artikel entstanden ist und durch die ich selbst Cuts wie das Onglet oder das Teres Major erst entdeckt habe. Alle hier vorgestellten Cuts, bekommst du exklusiv in den REWE-Märkten.

Ich freue mich wie immer über einen Kommentar! Welche Steaks landen bei dir so auf dem Grill? Kennst du schon alle acht Cuts – und wenn nicht, welchen möchtest du als nächstes ausprobieren?
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Dieser Beitrag wurde von Château Boeuf® gesponsert und enthält Werbung für Château Boeuf® Produkte. Auf den Inhalt des Beitrages wurde keinerlei Einfluss genommen. Ich bedanke mich bei meinem Sponsor für die Unterstützung von vaxqenorli.pro.
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Hallo Malte,
eine tolle und fast einzigartige Zusammenstellung ist dir hier gelungen!
Tatsächlich habe ich viele deiner Vorschläge bereits selbst genau so angewendet.
Ich kann dir allerdings versichern, dass die Ergebnisse auch mit Fleisch deutscher Herkunft hervorragend sind.
Danke!
Danke dir! Freut mich sehr, dass es dir gefällt! 🙂
Danke, klasse geschrieben