Klebrig, süß-salzig, leicht scharf und mit diesen wunderbaren asiatischen Aromen, die im Mund für eine Explosion sorgen: Das sind meine vietnamesischen Spareribs! Ich habe dieses Rezept schon so oft gemacht, dass es mittlerweile zu einem meiner liebsten Grillgerichte überhaupt zählt. Jedes Mal, wenn ich die Rippchen auf den Tisch stelle, sind sie als Erstes weg. Fingerlicking good ist hier absolut keine Übertreibung!

Ich nenne sie vietnamesische Spareribs, obwohl ich zum Einpinseln eine chinesische Char-Siu-Sauce verwende. Das klingt nach einem Widerspruch, ist es aber eigentlich nicht. Crossover-Küche ist schließlich längst kein Geheimnis mehr, und solange man kulinarisch in Asien bleibt, ist das für mich völlig in Ordnung. Wer es trotzdem nicht weiter sagt, dem erzähle ich es auch nicht. Psssst!
Die Spareribs machen relativ wenig Arbeit, weil sie die meiste Zeit im Grill verbringen. Was es aber braucht, ist Zeit: mindestens zwei bis vier Stunden Marinierzeit und dann noch einmal zweieinhalb Stunden auf dem Rost. Das ist aber kein Problem, weil man in dieser Zeit einfach etwas anderes machen kann. Etwa ein Bierchen trinken oder zwei.

Wichtige Zutaten für die vietnamesischen Spareribs
Heute musst du auf jeden Fall einen Abstecher in den Asiamarkt machen oder einige Zutaten online bestellen. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Loin-Ribs oder Baby-Back-Ribs – die schmalen Schälrippchen, die großen, breiten Dinger!
- Zitronengras – unverzichtbar für das typisch vietnamesische Aroma in der Marinade. Wirklich sehr fein hacken, damit keine holzigen Stücke im Fleisch landen – das lohnt sich!
- Fischsauce – gibt der Marinade eine herzhafte Tiefe, die keine andere Zutat so hinbekommt. Und keine Sorge: Die Rippchen schmecken später nicht nach Fisch, sondern einfach nur würzig.
- Helle und dunkle Sojasauce – die Kombination aus beiden Sorten gibt der Marinade die richtige Balance aus Würze, Farbe und leichter Süße.
- Zucker – sorgt für die Karamellisierung auf dem Grill und ist ein wichtiger Teil der süß-salzigen Aromatik dieser Rippchen. Nicht weglassen!
- Char Siu Sauce – die chinesische BBQ-Sauce kommt ganz am Ende zum Einsatz und gibt den Rippchen ihr klebriges, süß-salziges Finish.
- Koriander, Frühlingszwiebeln, Chili – damit werden die Spareribs getoppt. Du musst es nicht über die Ribs geben, aber es bringt natürlich noch einmal ordentlich Geschmack.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zur Zubereitung der Spareribs
Falls du schon mal Spareribs zubereitet hast, weißt du ja, dass das an sich nicht schwierig ist. Das Fleisch muss mariniert werden und kommt dann für lange Zeit auf den Grill. Fertig. Aber es gibt auf jeden Fall ein paar Details, auf die man achten sollte.
- Die Silberhaut von der Unterseite der Rippchen abziehen: Diese zähe Membran verhindert, dass die Marinade ins Fleisch einzieht und sie bleibt beim Essen unangenehm fest. Also die Haut mit einem Löffelstiel an einer Ecke lösen, mit einem Küchentuch festhalten und in einem Zug abziehen. Das geht einfacher als gedacht.

- Die Marinade gut einmassieren und zwischendurch wenden: Je öfter du die Rippchen in der Marinade wendest und die Marinade etwas ins Fleisch einarbeitest, desto intensiver wird der Geschmack. Wenn es deine Zeit erlaubt, alle 30 Minuten wenden.
- Mindestens 2 Stunden marinieren, besser 4 Stunden: Rippchen brauchen Zeit, um die Aromen aufzunehmen. Wer die Rippchen am Abend einlegt und am nächsten Tag grillt, macht nichts falsch. Im Gegenteil!
- Bei 160 °C und indirekter Hitze garen: Die vietnamesischen Spareribs sind keine Low-and-Slow Spareribs, wie amerikanische Ribs, die bei 100 °C gegart werden. Sie fallen auch nicht so vom Knochen. Sie werden weich, haben aber noch etwas Biss.
- Char-Siu-Sauce erst nach zwei Stunden auftragen: Zu früh aufgetragen, verbrennt der Zucker in der Sauce, bevor die Rippchen gar sind. Also erst nach der Garzeit einpinseln, dann bei starker direkter Hitze karamellisieren lassen.
- Augen auf beim Karamellisieren: Die letzten 20 Minuten sind kritisch, weil der Zucker schnell verbrennen kann. Das musst du im Auge behalten!
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

Also, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich werde bei diesem Anblick schwach! Dieser Glanz, diese Farben und diese Geschmäcker. Spätestens jetzt, müsstest du eigentlich die Einkaufsliste schreiben, sonst habe ich echt etwas falsch gemacht.
Ich lege einfach noch ein paar Fotos nach. 🙂


Asiatische Aromen, eine klebrige Glasur, saftiges Fleisch und der frische Kick von Koriander und Chili obendrauf. Meine vietnamesischen Spareribs sind nicht die schnellste Angelegenheit, aber sie sind es absolut wert. Wer Rippchen liebt und asiatische Aromen mag, wird dieses Rezept lieben. Also nichts wie an den Grill!
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Schau dir auch mal meine Grillspieße mit Schweinefleisch an oder das gigantische Porterhouse-Steak vom Grill. Ganz besonders lecker ist auch mein saftiges Roadkill-Chicken.

Vietnamesische Spareribs vom Grill
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Rezept Zutaten
- 3 Loin-Ribs vom Schwein, (Schälrippchen)
Marinade
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 walnussgroßes Stück Ingwer, fein gehackt
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 Stange Zitronengras, sehr fein gehackt
- 1 rote Chilischote, fein gehackt
- 1 Bio-Limette, Saft- und Abrieb
- 1 EL fein gehackter Koriander
- 60 ml helle Sojasauce
- 1 EL dunkle Sojasauce
- 1 EL Fischsauce
- 3 EL feiner Zucker
- 70 ml Pflanzenöl
- schwarzer Pfeffer
- 4-6 EL Char Siu Sauce
weitere Zutaten
- 200 g gegarter Reis
- 1 Frühlingszwiebel, fein gehackt
- 1 rote Chilischote, fein gewürfelt
- 3 Stängel Koriander
Rezept Zubereitung
- Von den Loin-Ribs die untere Silberhaut entfernen.
Marinade
- Die Zutaten für die Marinade in eine Schüssel geben und gut miteinander verrühren. Die Rippchen entweder in eine große Auflaufform / Grillschale legen und mit der Marinade rundum einreiben oder die Rippchen in einen großen Beutel geben, die Marinade hineingießen und in die Rippchen einmassieren.
- Die Spareribs zwischen 2 und 4 Stunden marinieren, zwischendurch drehen und mit der Marinade vermischen.
Grillen
- Den Grill auf 160 °C vorheizen.
- Die Rippchen auf einen Spareribs-Halter stecken und auf eine Auffangschale / ein Blech / geschlossene Grillschale platzieren. Die Grillschalter mit etwas Wasser befüllen.
- Die Schale samt Rippchen auf den Rost stellen und die Ribs bei geschlossenem Deckel eine Stunde grillen. Nach einer Stunde die Rippchen auf dem Spareribs-Halter wenden und eine weitere Stunde grillen.
- Die Ribs nach insgesamt 2 Stunden Grillzeit vom Grill nehmen und mit der Chiar-Sui-Sauce einpinseln. In dieser Zeit den Grill auf 250 °C hochheizen.Die Spareribs auf den Rost (indirekte Hitze!) legen und grillen, bis die Sauce karamellisiert. Das dauert ungefähr 15-20 Minuten. Zwischendurch wenden.
- Die Spareribs beim Servieren mit gehackter Frühlingszwiebel, fein gehackter Chili und ein paar gezupften Korianderblättchen anrichten und mit dem Reis servieren.
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immer wieder geile Rezepte!
Ganz lieben Dank Tina! So ein schönes Kompliment. 🙂
Mmmhhh lecker 🌟🌟🌟🌟🌟
Die hätte ich jetzt auch nochmal gerne. Freut mich sehr, dass sie dir gefallen. 🙂
Hi Malte
toll geschrieben! Man merkt das Du wirklich nachdenkst und Du baust auch diese kulturellen Erklärungen ein was ganz
super ist! Ich mach am liebsten die Asia Spareribs aus dem
Webers Grillbuch also eingelegt in süsser dunkler Sojasauce, Rohrzucker sowie frisch gepressten Orangensaft. Der Saft macht das Fleisch zarter aber auch ich und auch das Rezept machen das Fleisch
absolut Bissfest..Quasi eine Konsistenz wie beim Hüftsteak. Die Rips kaufen wir beim
Hermannsdorf..dem Urvater des Bio-Themas! Er war der Erbe
von Hertawurst und hat mit den Milliarden das i. Jahrzehnten aufgebaut..das Fleisch ist unvergleichlich…
viele grüsse